Geschichte der Bördestadt Seehausen
Zur Vorgeschichte von Seehausen
Zur geographischen Lage
Südlich, östlich und westlich von Seehausen baut sich der Untergrund aus Sedimenten der Erdmittelzeit auf. In den oberen Abteilungen der Trias und im Keuper war unser Gebiet von einem flachen Meer bedeckt, in dessen küstennahen Bereichen sich große Mengen von Sand ablagerten. Diese Verfestigungen werden als Keupersandstein in den Domkuhlen, Hohem Holz und Ummendorfer Sandsteinbrüchen bis kurz unter der Oberfläche gefunden. Im Norden tritt Muschelkalk in den Steinbrüchen am Rodensleber Weg bis fast an die Erdoberfläche vor. Dieser abgelagerte Untergrund wurde weitgehend durch eine Lößdecke und andere Ablagerungen der Saalekaltzeit – wie der Stauendmoränenzug Altbrandsleben – Druxberge überdeckt.
Entwässert wird unser Gebiet westlich der Wasserscheide über die Aller und Weser in die Nordsee und östlich über den Geesgraben und Sarre – Bode – Saale – Elbe Abfluss in die Nordsee.
Somit gehört das Gebiet westlich der Wasserscheide zum Einzugsgebiet der Weser und östlich davon zum Einzugsgebiet der Elbe. Die Wasserscheide ist der Stauendmoränenendzug Altbrandsleben – Druxberge. Die wenigen Gehölze in unserem Gebiet wie Saures- und Hohes Holz sind artenreiche Mischwälder in denen Buchen und Traubeneichen vorherrschen. Durch Maßnahmen der Aufforstung sind vereinzelt auch Nadelwaldbestände wie Fichten, Kiefern und Lärchen anzutreffen, die nicht wie die Laubholzarten
Boden- und Klimagebunden sind. In den warmen Zwischeneiszeiten mit Steppenwaldcharakter bildete sich die Schwarzerde der Magdeburger Börde, an deren südwestlichem Rand unser Gebiet liegt, heraus. Gerade dieser Umstand war für die Besiedlung und Wirtschaft unseres Gebietes von entscheidender Bedeutung. Deshalb herrscht in unserem Gebiet die ackerbauende Landwirtschaft vor. Die Viehweidewirtschaft spielt eine untergeordnete Rolle.
Besiedlungsgeschichte
Paläolithikum und Mesolithikum
In den warmen Zwischeneiszeiten Mindel-Riß und Riß-Würm beginnt die Besiedlung Zentraleuropas. Kleine Gruppen von Jägern und Sammlern, ausgerüstet mit Faustkeilen und Holzgerät, lebten in den bewaldeten Regionen Deutschlands nördlich der Alpen.
Ausgehend von den Acheuléen Kulturen der Riß / Würm Interglazialzeit verbreitet sich in ganz Mitteleuropa ab etwa 75000 v. Chr. in dem ersten kalten Abschnitt der Würm – Eiszeit die Mousterérien Kultur.
Wahrscheinlich ist, das sie während einer warmen Zwischeneiszeit vom Osten her in Europa eingedrungen ist. Die Jäger und Höhlenbewohner dieser Zeit scheinen, im Vergleich zu Ihren Vorgängern, kaum irgendwelche Anzeichen für eine Höherentwicklung zu zeigen. Sie benutzen Speere aus Holz, aus Stein zurechtgeschlagende Kugeln – vielleicht als Bola-Kugeln für ein Lasso ähnliches Wurf- und Fanggerät, wie man es aus Südamerika kennt – sowie Jagdfallen. Ihr Feuersteingerät bestand aus Schabern, Spitzen und kleinen faustkeilähnlichen Geräten. Etwa 32000 v. Chr. entsteht die Aurinacien Kultur. Es ist nicht in Mitteleuropa entstanden. Eine neue Bevölkerung könnte über die Donau aus Syrien, Palästina und Transkaukasien gekommen sein. Jedenfalls zeigen seine Träger keinerlei Einflüsse aus den vorangegangen Kulturen. Sie lebten hauptsächlich in Höhlen und unter Abris. Ein wichtiger Fundort ist Willendorf in Niederösterreich. Um 18000 v. Chr. begann sich das Inlandeis aus Mittelpolen, Deutschland und Dänemark zurückzuziehen und hinterließ die Endmoränen Mitteldeutschlands. Um 14000 v. Chr. war Norddeutschland eisfrei. Die Träger des Magdelénien folgten dem zurückweichenden Eis, weil das von Ihnen bevorzugte Jagdwild, das Ren, ebenfalls nach Norden auswich. Mit den steigenden Temperaturen der ausgehenden Würmeiszeit stoßen neue Siedlergruppen nach Norden vor, die sich auf die Jagd von Tundra und Steppentieren spezialisiert hatten. Es folgt der Übergang in das frühe Neolithikum Mitteleuropas. Etwa 5000 v. Chr. ist eine brandkeramische Kultur (Danubian) in den Norden Deutschlands eingewandert. Ihre Träger lebten in rechteckigen oder auch Trapezförmigen bis zu 50 m langen Häusern von denen mehrere ein Dorf bildeten. Sie betrieben Ackerbau und bauten Gerste aber auch Erbsen, Bohnen und Flachs an. Die kleinen Äcker, die um das Dorf herum lagen bearbeitet man mit steinernen Hacken. Die Steinäxte der Brandkeramiker waren überwiegend Holzbearbeitungsgeräte. Einzelne Dörfer wurden verlassen und später wieder aufgesucht. Anscheinend wurden die Siedlungen verlegt sobald der Boden erschöpft war. Die Dörfer lagen in Waldgebieten die durch Feuer gerodet wurden. Die Brandkeramiker bestatteten ihre Toten in Hockerstellung in einfachen Gruben.
Diese Kultur wurde als Rössner Kultur bezeichnet, nach dem Gräberfeld von Rössen (bei Merseburg). Sie wurde ungefähr 3000 v. Chr. von der Michelsberger Kultur abgelöst.
In der Gebirgszone Mitteleuropas setzte die Metallverarbeitung und damit die Bronzezeit um das Jahr 1800 v. Chr. ein. Von jetzt an folgten die Kulturen schneller aufeinander. Gleichzeitig nahmen die produktiven Kräfte zu. In Mitteleuropa war die Urnenfelder-Kultur stark ausgedehnt. Die Toten wurden verbrannt. Die ausgedehnten Urnenfelder sprechen von einer bemerkenswerten Zunahme der Bevölkerung.
Die Ur- und Frühgeschichte bis zum Ende der Mittelsteinzeit ca. 5000 v. Chr.
Unser Gebiet zählt nicht zu den Primärgebieten der frühen. Menschheitsgeschichte. Der Urmensch wanderte hier erst ein als die biologische Entwicklung schon abgeschlossen war. Theoretisch ist es möglich, dass auch Horden von Altmenschen hier durchstreiften. Dies ist jedoch durch keinen archäologischen Fund bewiesen. In der jüngeren Altsteinzeit hatte sich der Altmensch zum Jetzt-Menschen ( Homo sapiens sapiens ) entwickelt. Wenige Funde aus der Weiteren Umgegend lassen vermuten, dass auch Horden von Jägern und Sammlern unser Gebiet durchzogen. Mit dem Beginn der Nacheiszeit fanden die Menschen bessere Existenzbedingungen vor, jedoch ist in der Mittelsteinzeit noch keine Sesshaftigkeit charakteristisch. In den Randgebieten der Börde wurden jedoch einige Funde verzeichnet, weil die Frühmenschen nie in der Steppe sondern im lichten Steppenwald siedelten.
Die Feldbauern und Viehhalter in der Jüngeren Steinzeit bis 2000 v. Chr.
Einen entscheidenden Wandel in der Gestaltung der wirtschaftlichen Verhältnisse bahnte sich im Verlauf des 5. Jahrtausends zu Beginn der Jungsteinzeit an. Die Sesshaftigkeit, verbesserte Technik bei der Steinbearbeitung und die Erfindung der Töpferscheibe, sowie die erstmals kultivierten Pflanzen und gezüchteten Tiere. Die Menschen wurden nach der Verzierung ihrer Keramik als Linienbandkeramiker bezeichnet. Hier lassen sich in unserem Gebiet Fundstellen nachweisen z. B. „Vosswelle“ bei Eilsleben. Funde von Steinwerkzeugen in der Feldmark von Eilsleben, Eggenstedt, Seehausen, Kl. Wanzleben sind steinerne Zeugen. Nicht zuletzt legt der Lange Stein in der Seehäuser Feldmark ein kultisches Zeugnis ab.
Die Viehzüchter und Pflugbauern in der Bronzezeit ca. 2000-800 v. Chr.
Um 2000 v. Chr. entstand auf der Grundlage der Spätsteinzeit die Aunjenitzer Kultur, die erste und typische Frühbronzezeit. Für unser Gebiet war die Bezeichnung Leubinger Kultur zutreffend. Es ist jedoch erstaunlich, dass auf den schweren Böden der Börde kaum Funde der Bronzezeit vorhanden sind. Es gab nur einige Funde in Domersleben und Klein Wanzleben.
Die Eisenzeit und Herausbildung erster germanischer Stämme 700-100 v. Chr.
In dieser Zeit lebten in unserem Gebiet die frühen Stämme der Germanen Um etwa 100 v. u. Z. siedelten bei uns die Sueben. Zusammenfassend kann gesagt werden ist in unserem Gebiet eine aufgelockerte Besiedlung mit kleinen Siedlungskammern im Grenzgebiet zwischen Semnonen und Langobarden im Norden, Hermunduren im Süden, so wie den Cheruskern im Westen festzustellen.
Die Stämme vom 3. Jahrhundert bis zur Vorherrschaft der Franken bis ca. 530 v. Chr.
Nach der Herausbildung mehrerer Großstämme lebten in unseren Gebiet Sachsen und Thüringer.
Die Thüringer
Die Thüringer bildeten sich überwiegend aus dem Stamm der Hermunduren heraus. Die Herausbildung muss um 200 gewesen sein. Nach dem Gewohnheitsrecht der gehörten auch Angeln und Warnen dazu. Das Stammgebiet der Thüringer lag zwischen dem Main im Süden und im Norden bis zur Ohre westlich und östlich ist keine Grenze bezeugt. Das Reich der Thüringer erreichte um 500 seine höchste Blüte. Er war damals schon ein einheitliches Königtum. Führer der Thüringer war Herminufriet. Die Sachsen kämpften
auf der Seite der Merorowinger, weil sie ihren Machtbereich vergrößern wollten. In der Schlacht an der Unstrut wurde das Heer der Thüringer vernichtet. Das Gebiet nördlich der Unstrut wurde den Sachsen überlassen. Somit kam der Nordthüringengau in den Besitz der Sachsen.
Die Sachsen
Mit dem beginnenden Vordringen der Sachsen, die sich aus folgenden Stämmen bildeten Chauken, Angrivarier, Cherusker, Rudiger und Avianier. Um 350 siedelten die Cherusker nordwestlich und nördlich des Harzes, also auch unser Gebiet. Der Name Sachsen wurde aus dem einschneidigen Schwert ”Sax” oder dem Kriegsgott ”Saxnot” gebildet. Im Leine – Allergebiet, nördlich der Bode um Braunschweig und nordwestliches Harzvorland bildete sich ein einheitliches Kulturgebiet heraus.
Die Entwicklung von 530 bis 845 unter fränkischer und sächsischer Herrschaft
In den folgenden -Jahrhunderten bildeten sich folgende Stämme bei den Sachsen heraus: Engern, Nordalbiger, Westfalen, Ostfalen. Unser Gebiet wurde von den Ostfalen besiedelt.
Sie standen außerhalb des Machtbereiches der Franken. Die Masse war heidnisch und frei. Erst 774 unterwarf Karl der Große die Sachsen, die Adelsschicht der West- und Ostfalen ließen sich taufen. Die letzten Sachsenfürsten Widukind und Abio ließen sich 885 taufen. Aus dem sächsischen Fürstengeschlecht der Ludolfinger ca., ab 800 entstand das erste Deutsche Königgeschlecht der Ottonen mit König Heinrich I im Jahre 919 n Chr.
Frühe Erwähnung und historische Lage (966–11. Jahrhundert)
Erste urkundliche Erwähnung 966
Vor 1037 Jahren wird Seehausen erstmals urkundlich erwähnt. Am 23.04.966 wird die Belehnung des kaiserlichen Vasallen Mamaco mit der Siedlung „Sehusen“ durch das Moritzkloster in Magdeburg, durch den Kaiser Otto I., bestätigt.
Lage an der Heerstraße und Bedeutung im Mittelalter
Unser Ort lag an einer früheren Heerstraße vom Westen zur Elbe, zwischen den Pfalzen Werla und Magdeburg. Für mittelalterliche Reiseverhältnisse war Seehausen nur eine Tagesreise von Magdeburg entfernt und bildete im 10. und 11. Jahrhundert eine wichtige Raststation der deutschen Könige auf dem Könighof im „Nordentorp“.
Mittelalterliche Siedlungsstruktur und Herrschaft
Schutz, Burg und frühe Siedlungsstruktur
Eine Schutzfunktion hatte die auf dem Burgberg stehende „Burg“ mit Siedlung und den in der Siedlung gebauten Türmen. Der „Panneturm“ ist neben der „St. Paulskirche“ noch ein Zeuge aus der damaligen Zeit in der Siedlung „Nordentorp“. Beide liegen heute an der „Straße der Romanik“.
Grafschaft, Gerichtsort und Bedeutungsverlust
Im Jahre 1052 schenkte der König Heinrich III. die Grafschaft „Sehusen“ dem Bistum Halberstadt. Hier war der „Gerichtsort“ der Grafschaft und die Thingstätte oberhalb des heutigen Thie. Mit dem Rückgang der Bedeutung des Grafschaftssitzes verlor Seehausen an Bedeutung.
Stadtwerdung und Herrschaft der Grafen von der Assburg
Die weitere Stadtwerdung war ein Prozeß, der sich vom späten Mittelalter bis in die Neuzeit vollzog. Während von der „Brug“ mit Siedlung „Borchzehusen“ nur noch der Flurname besteht, sowie eine alte Steinhaufen, sind Teile vom früheren „Nordentorp“ erhalten geblieben.
Die Grafen von der Assburg waren ab 1401 bis 1711 erzbischöfliche Lehnsträger im „Nordentorp“, sie übten über beide Kirchen, der Burg, dem See und mehrere Ländereien die Gerichtsbarkeit aus.
Kirchenbau und weitere Siedlungskerne
Bis 1250 wird die Kapelle „St. Laurenti“ mit Friedhof entstanden sein. Ab 1250 wird der bau der „St. Laurentiuskirche“ begonnen.
Um diese Zeit entstand ein weiterer Siedlungskomplex, der „Flekken Seehaußen“, mit dem Wohnturm und Wehrturm.
Weiter gehörten zur Wehrhaftigkeit die Stadtmauer und mehrere Tore. Damit lagen alle drei Siedlungskomplexe um den See herum.
Wirtschaftlicher Wandel und Stadtrechte
Handwerk, Mühlen und Frondienste
Mit dem Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit gewinnt das Geld immer mehr an Einfluß. Es gründen sich im Ort die ersten „Handwerker-Innungen“ und der Aufbau und die Nutzung von Bock- und Wassermühlen beginnt. Frondienste waren aber immer noch zu leisten.
Marktflekken und Stadtrecht
1685 wird der „Flekken Seehaußen“ „Marktflekken“ und 10 Jahre später im jahre 1695 wird das Stadtrecht verliehen.
Erweiterung der Stadt und Bau der Neustadt
Um die Häuser und die Scheunen, die zum Teil noch mit Strohdächern abgedeckt waren, vor Bränden besser zu schützen, wurde die Erweiterung der Stadt ins Auge gefaßt.
Ab 1695 wird begonnen, die „Neustadt“ zu bauen. Im Jahre 1785 wurde die „Neustadt“ eingemeindet.
Besatzung, Reformen und wirtschaftlicher Aufschwung
Einquartierung und französische Besatzung
Von 1727 bis 1796 hatte unser Ort Einquartierung. In der Kasernenstraße waren die Frauen und Kinder der Soldaten untergebracht.
Im Jahre 1806 wurde unsere Stadt von französischen Truppen eingenommen und erst 1813 wieder befreit. Wir gehörten unter der Herrschaft Napoleons zum Königreich Westfalen. Die Besetzung brachte große Lasten mit sich. Durch die Gesetze der Fremdherrschaft wurden die 13 Handwerker-Innungen im Februar 1809 aufgelöst und die Gewerbefreiheit eingeführt. Der Bauernstand wurde von der Untertänigkeit befreit.
Industrialisierung und Ausbau des Gewerbes
In den weiteren Jahren beginnt die Pflasterung der Straßen und die Einführung der Starßennamen im Ort. Die Stürmische Entwicklung in der Landwirtschaft und der Aufbau von Verarbeitungsbetrieben beginnt. Eine Zuckerfabrik, Ziegeleien, Molkereien, Kohlfabriken, Brauereien und eine Landmaschinenfabrik produzierten.
Das Netz der Handwerkerbetriebe und der Gewerbetreibenden vergrößerte sich. Noch heute produzieren Handwerkerfamilien, die damals ihren Produktionsstart hatten.
Im weltpolitischen Geschehen wurden zwei Weltkriege entfacht, die einen ungeheuren Schaden anrichteten und den Völkern viel Leid brachten.
Kriege, Verluste und ihre Folgen
Die Weltkriege und ihre Auswirkungen
280 Seehäuser ließen Ihr leben. Für eine Stadt mit 2000 Einwohner ein ungeheurer Verlust.
Inflation, Arbeitslosigkeit und Aufnahme von Flüchtlingen
Die Inflation mit der Geldentwertung und der Arbeitslosigkeit traf viele Familien. Die Aufnahme und Seßhaftmachung der Umsiedler und Flüchtlinge, die Ihre Heimat verloren hatten, war notwendig und wurde gelöst. Den Kriegsbrandstiftern möge das Leid der beiden Kriege eine letzte Warnung sein.
Bürgermeister und kommunale Entwicklung
Die Bürgermeister der Stadt
Der erste Bürgermeister der Stadt war um 1622 Gerhard Münchmeier.
In den Jahren 1657 – 2000 regierten 33 Bürgermeister.
Die längste Amtzeit konnten aufweisen:
- Herr Seipke – 37 Jahre (1855 – 1892)
- Herr Sonntag – 32 Jahre (1898 – 1931)
- Herr Meyer – 18 Jahre (1976 – 1994)
Wiederaufbau und Entwicklung nach 1945
Infrastruktur und Aufbauleistungen nach dem Krieg
Nach 1945 begann ein schwerer Anfang. Langsam produzierten wieder Betriebe sowohl in der Industrie als auch in der Landwirtschaft. Die Bürger der Stadt und die Betriebe halfen mit, eine gute Infrastruktur zu schaffen, die sowohl der Stadt und auch der Umlandfunktion gerecht wurden. Kinderkrippe, ein Kindergarten und ein Hort für die Kinder standen immer zur Verfügung. In ehrenamtlicher Arbeit wurde das Wasserleitungs- und Abwassernetz geschaffen. Die Anlegung des „Seehäuser-Straßenrings“ brachte den Verkehr aus der Innenstadt heraus. Wohnsiedlungen, Turnhallen und ein Kultur- und Sozialgebäude entstanden. Freuen können sich die Bürger der Stadt über unseren See mit Naherholungsgebiet.
Modernisierung seit 1989
Netzausbau, Wohnen und wirtschaftliche Erneuerung
Nach 1989 wurden in Seehausen das Gas-, Elektro-, Heizungs-, sowie Telekomnetz erneuert. Ein Wohnpark entstand am Ampfurther Weg.
Ein weiterer soll auf dem „Eggenstedter Feld“ entstehen.
Das Netz der Handwerker und Gewerbebetreibenden erweiterte sich. Der Indutriebetrieb „Hydraulik GmbH“ fand wieder einen Besitzer.
Drei Autohäuser, Glaserrei, Elektrohandwerk und Metallverarbeitende Firmen erweiterten sich oder entstanden neu.
Gaststätten modernisierten sich, Hotelplätze entstanden und Lebensmittelgeschäfte öffneten ihre Pforten.
Jugend, Vereine und städtisches Leben
Die Jugend erhielt ein „Jugendheim“, viele Vereine und Verbände nahmen Ihre Arbeit wieder auf.
Zwei neuerbaute Geldinstitute im Kern der Stadt regeln den Zahlungsverkehr.
Ausblick
Seehausen als attraktive Stadt
Seehausen bleibt also eine attraktive Stadt und wird sich weiter positiv zum Wohle der Bürger entwickeln.
